Vor allem in den Randbereichen des Kyffhäusergebirges wird der enge Zusammenhang zwischen geologischem Bau und Oberflächenformen deutlich.
Im nördlichen Bereich befinden sich die höchsten Erhebungen:
Kulpenberg - 473 m Kyffhäuserburgberg - 457 m
eine 300 m hohe Bruchstufe, mit der das Gebirge zur Goldenen Aue hin abfällt. Der Steilabbruch ist durch tiefe, schluchtartige Süd - Nord - orientierte Täler stark gegliedert.
Nach Süden hin:
flacht sich die Oberfläche des Gebirges entsprechend der Pultschollengestalt ab (Hochflächencharakter). Die Hochfläche wird durch tief eingeschnittene Trockentäler (West - Ost - orientiert) aufgelöst. Die Hochfläche fällt nach Süden und Westen über kurze steile Hänge von 300 bis 130 m ab Südosten über langgestreckte flache Hänge bis 125 m ab.
Am Südrand des Gebirges zeigt die Landschaft das typische Bild eines Karstgebietes.


Der Karst ist eine Landschaft in Jugoslawien. Der Name Karst wurde für alle anderen Landschaftsgebiete übernommen, die aus wasserlöslichen Gesteinen wie Gips, Kalk und Dolomit bestehen. Durch die Auflösung des Gesteins im Wasser entstehen ganz bestimmte Formen, die man Karsterscheinungen nennt. So ist auch das Karstareal am Südhang des Kyffhäusergebirges gekennzeichnet durch:
zahlreiche Höhlen: Die mächtigen Schichten von Anhydrit und Gips sind stark korrosiv und können im Laufe von Jahrtausenden durch Wasser gelöst werden. An Schwachstellen des Gesteins bilden sich Spalten und Klüfte, in denen sich das Wasser zunächst sammelt, mit der Zeit immer tiefer eindringt und sich in verschiedene Richtungen unterirdische Wege bahnt. Die Lösungsprozesse führten schließlich innerhalb großer Zeiträume zur Bildung von Höhlen. Im Kyffhäusergebirge sind ca. 40 Höhlen bekannt. Davon ist die Barbarossahöhle als einzige touristisch erschlossen.
Erdfälle: Durch unterirdische Gewässer werden Gipslager gelöst und fortgeführt. Dadurch können größere Hohlräume entstehen, ohne daß dabei sofort die als Decke darüber lagernden Schichten zusammenbrechen. Ist die Schlotte stark erweitert, vermag sich die Decke nicht mehr zu halten Es folgt ein plötzlicher Einsturz bis zur Oberfläche hin, ein Erdfall. Am Kyffhäusersüdhang reihen sich zahlreiche Erdfälle kettenartig aneinander, so daß sich muldenförmige Täler, sogenannte Dolinen, bildeten. Der größte der insgesamt 80 bekannten Erdfälle ist die Äbtissinnengrube westlich von Bad Frankenhausen mit einem Durchmesser von 100 m und einer Tiefe von 20 m. Weitere Beispiele sind: der Pfannenspring unweit der Barbarossahöhle, die Ochsenburg und die Teufelsgrube.
Rillen oder Karren: Durch Regenwasser in die Gesteinsoberfläche eingetiefte Rinnen.
Trockentäler: Täler, die aus vielen hintereinandergeschalteten Dolinen (kraterförmigen Hohlräumen) bestehen.
Unterirdische Wasserläufe
Schlucklöcher oder Wasserschwinden
Am Südkyffhäuser entstand durch die extreme Verkarstung eine Landschaft mit unendlicher Formenvielfalt, eine Landschaft, die in Europa und darüber hinaus als Geotop einzigartig ist.
Die Auslaugungsprozesse sind bis in die Gegenwart nicht abgeschlossen, im Gegenteil, sie schreiten ständig voran. Als Folgeerscheinungen treten heute neue Erdfälle und Bauschäden an Gebäuden auf. Das wohl eindrucksvollste Beispiel dafür ist der schiefe Turm der Oberkirche in Bad Frankenhausen, der schiefste Turm Deutschlands. 
Er steht zur Zeit 4,45 m aus dem Lot (Stand Oktober 2007) und neigt sich dramatisch schnell weiter (pro Jahr 6 cm)! Seine Schiefstellung erklärt sich durch Setzungserscheinungen, die durch die Auslaugung des in diesem Bereich lagernden Gipsgesteins hervorgerufen werden. Die Stadt Bad Frankenhausen ist aktives Senkungs- und Erdfallgebiet. Die Steinsalzauslaugung macht sich durch langsames, bruchloses Absinken der Oberfläche bemerkbar, die Gipsauslaugung dagegen durch plötzlich auftretende größere und kleinere Einbrüche. |